edupolis 2001

expertendialog

Strategien für die "Netzwerk-Gesellschaft"
Expertendialog - Beitrag 1: Eröffnung

Netzwerkparteien – mehr als eine Floskel?
von den Moderatoren Franz Josef Jelich und Mathias Fechter

Der Expertendialog „Netzwerkparteien – Politische Antwort auf den digitalen Kapitalismus“ sucht insbesondere der Veränderungsdynamik nachzugehen, die mit den neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten durch das Internet für die politische Organisation von Interessen durch Parteien gegeben ist.

Folgende Fragen werden u.a. zu diskutieren sein:

  • Die neuen Organisations- und Kommunikationsverhältnisse der Netzwerkgesellschaft (mit dem Internet als technische Basis) drängen klassische Formen der Parteiarbeit ins Abseits. Durch was zeichnen sich neue Formen des Verkehrs, der Kooperation, der Koordination und Kommunikation im Netz aus? Inwiefern betrifft dies die Parteien und die klassischen Formen des Politischen?

  • In der Netzwerkgesellschaft müssen Parteien zu Netzwerkparteien werden: Was heißt das konkret? Was sind Spezifika der Netzwerkgesellschaft, die eine Veränderung der Parteien erfordern? Durch was unterscheiden sich "Netzwerkparteien" von herkömmlichen Parteiformen?

  • Welche politischen Organisationsformen entstehen neu im Netz? Durch was zeichnen sie sich aus? Könnten Parteien hier anknüpfen?

  • Parteien sollten sich den neuen Medien öffnen: Was konkret könnte hier Erfolg versprechen?

  • Was könnte das Internet mehr sein, als ein neues Verteilmedium für Parteiideologien?

  • Durch was zeichnet sich professionelle Kommunikationskompetenz in Zeiten des Internet aus? Was bedeutet das für Parteien?

  • Das Internet schafft neue Kommunikations- und Beteiligungsformen: Wie können diese in die Parteien hineinwirken? Wie kann das Internet ein nebeneinander von Mitglieder- und Unterstützerpartei ermöglichen? Wie kann eine Ausgrenzung traditioneller Mitglieder verhindert werden?

  • Wie könnten Parteien auch für netizens interessant und attraktiv werden?

  • Wie müssten Parteien sich verändern, um den Kommunikationsformen des Interent zu entsprechen? Inwiefern ist dies realistisch?

Wir freuen uns auf ein hoffentlich interessantes Gespräch.

Franz-Josef Jelich und Mathias Fechter


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