Politische Bewegungen, ihre Aktionen, ihre Medien
Die GlobalisierungskritikerInnen und das Internet
Zur Information und Kommunikation aber auch zur Mobilisierung und Koordination von Aktionen eignen sich politische Bewegungen Medien an. So hat der Kleinoffsetdruck die Studentenrevolte Ende der 60er Jahre maßgeblich befördert und geprägt. Er ermöglichte z.B. die Anfertigung billiger Reprints von Büchern, die in Westdeutschland nicht erhältlich und teilweise auch verboten waren. Selbst kleinsten Gruppierungen wurde mit dieser Technik die preiswerte und selbständige Herstellung von Massendruckerzeugnissen (Zeitungen, Flugblätter etc.) möglich. Heute scheint das Internet zur transnationalen Aktionsbasis der GlobalisierungskritikerInnen geworden zu sein. Das Forum wird dies genauer untersuchen.
Im Zentrum sollen dabei folgende Fragen stehen:
- Welche konkrete Rolle spielt das Internet in der globalisierungskritischen Bewegung?
- Was dominiert: Information? Organisation? Koordination? Oder Kommunikation?
- Handelt es sich dabei hauptsächlich um Anwendungen in und zwischen f2f-Gruppen? Oder spielen dabei auch virtuelle Gruppen eine Rolle und welche?
- In welchem Maße ist das Internet selbst zum 'Ort' politischer Aktionen der GlobalisierungskritikerInnen geworden?
- Bleiben diese Aktionen (wie z.B. jene gegen die in Abschiebemaßnahmen verwickelte Lufthansa) im Kern national begrenzt oder gelingt es, die nationalen Grenzen zu transzendieren?
- Unter welchen Bedingungen ist die Nutzung des Internet als 'Raum' für politische Aktionen sinnvoll?
- Wie beeinflusst die Aneignung bestimmter Medien politische Bewegungen?
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