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Globalisierung und Internet
Protest gegen die Globalisierung
Neue Kommunikations-, Organisations- und Mobilisierungsformen?

Globalisierung als Prozess der Entgrenzung von Märkten, Kulturen, Staaten usw. untergräbt Identitäten und zwingt zu neuen 'Verortungen'. Dies provoziert Protest, zumal diese Prozesse bisher kaum demokratisch zu beeinflussen sind. Globalisierung eröffnet andererseits aber auch neue Chancen für eine Erweiterung von bisher national verhafteten Kommunikationshorizonten. Postnationale Politikansätze sowie globale Gerechtigkeit können dadurch wiederum neue Impulse bekommen.

Anstatt diese positiven Aspekte der Globalisierung ins Zentrum einer bewusst Globalisierung gestaltenden Politik zu rücken, drohen sie nun hinter ethnisch und religiös motivierten Kriegen, den jüngsten Terrorakten islamistischer Fundamentalisten und den Militäraktionen wie die in Afghanistan völlig aus dem Blickfeld zu verschwinden. Bereits die Aktionen anlässlich der Weltwirtschaftsgipfel und die Reaktionen darauf haben die Schwierigkeiten des politischen Systems der Bundesrepublik und seiner Parteien im Umgang mit den GlobalisierungskritikerInnen aufgedeckt und gezeigt, dass die Parteien weitgehend hilf- und beziehungslos neben oder gegen diese Bewegungen stehen. Nach Genua z.B. wurden einzig von einer bestimmten Presse die Politikansätze der globalisierungskritischen Bewegung aufgegriffen und diskutiert. Edupolis will diesen Faden der Diskussion wieder inhaltlich und methodisch differenziert aufgreifen und unter unterschiedlichen Gesichtspunkten der Frage nach dem Zusammenhang von Internet, Gobalisierung und 'globalisierungskritischer' Bewegung sowie deren Zielen und Aktionen folgen. Dabie geht es auch darum inwieweit das Internet zur transnationalen Plattform ihrer politischen Kommunikation sowie zur Organisation und Koordination ihrer politischen Aktionen geworden ist, welche neuen Formen politischer Aktion im Netz sie hervorgebracht hat und wie deren Bedeutung einzuschätzen ist. Im Zentrum steht dabei die dritte virtuelle Konferenz auf edupolis. Deren Ergebnisse und Verlauf werden wiederum auf einer Präsenzkonferenz unter politischen und methodischen Gesichtspunkten reflektiert.

Vom 31. Januar bis 21. Februar 2002 werden zum Auftakt der virtuellen Konferenz mehrere Experten zum Thema "Globalisierung" in einem Expertendialog m Netz miteinander diskutieren.

Im Vorfeld wird zudem eine virtuelle Galerie eröffnet, in der internationale KünstlerInnen ihre Werke zum Thema Globalisierung im Netz ausstellen. Die Künstlerinnen und Künstler können zu ihren Werken in Foren interviewt werden. Ab dem 14.2.02 abends stehen die ersten beiden Künstler zum Dialog bereit.

In der online Phase der virtuellen Konferenz vom 21. Februar bis 13. März 2002 können die Teilnehmenden in moderierten Foren zu diesen Themen in 4 Foren diskutieren.

Parallel dazu findet erstmalig eine Virtuelle Konferenz für Jugendliche statt. Thema ist: "Wahrnehmungen von Globalisierung - Globale Gesichter". Hier können sich Jugendliche zuM Thema Globalisierung austauschen und selbst digitale Werke ins Netz stellen.

Am 3. bis 5. April 2002 wird im DGB Bildungszentrum in Hattingen im Anschluß an die virtuelle Konferenz eine Präsenzkonferenz durchgeführt. Die in der virtuellen Konferenz diskutierten Themen werden dort aufgegriffen, aber auch neue Themen werden eingebracht.


Fragen und Hinweise bitte an info@edupolis.de oder webmaster@edupolis.de