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Rena Kahle und Eggert Holling
Projekt: Vernetzte Wirklichkeiten.
Beitrag im Rahmen der Virtuellen Konferenz "Internet und politische Bildung"
Projekte der wissenschaftliche Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte an Hochschulen, Entscheidungsträger im Bildungsbereich
und Multiplikatoren/innen in der Erwachsenenbildung (allgemein-, politisch- und beruflichbildend)
Inhalt des Beitrags:
Das Rahmenkonzept der Projekte "Vernetzte Wirklichkeiten. Erkundung, Analyse, Reflexion" wurde mit unterschiedlichen
Zielgruppen mehrfach erprobt:
Die Projekte bieten den Teilnehmenden Gelegenheit, sich auf einer theoretischen und interdisziplinären Ebene intensiv mit
Phänomenen auseinanderzusetzen, die im Kontext der Neuen Technologien und Neuen Medien (NTM) diskutiert werden. Es
geht somit darum, sich mit einigen wesentlichen gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen und Transformationen
exemplarisch auseinanderzusetzen, die oft auch unter dem Schlagwort "Modernisierung" gefaßt werden.
Neben dem interdisziplinären Zugang ist das eigentlich Besondere unseres Konzeptes eine spezifische
Theorie-Praxis-Integration, die dazu dient mithilfe der Praxis theoretische Ausdifferenzierungen der Phänomene zu ermöglichen
und nicht - wie üblich - zum Erwerb praktischer Fähigkeiten noch Theorie zu addieren.
Unser Anliegen besteht nicht primär darin, die Projekte in einer strukturierten, netzgestützten Lernumgebung durchzuführen.
Vielmehr kombinieren wir bewußt Präsenz- und Telephasen miteinander. Bildung und Lernen - als komplexer Prozeß - kann
u.E. letztlich nur in sozialer Auseinandersetzung stattfinden, in der Lernende und Lehrende auch physisch präsent sind. Ein
vollständiger Ersatz sozialer Lernformen durch telematische, wie es von verschiedenen Seiten gefordert wird, kann u.E. nicht
ernsthaft erwogen werden. Dennoch sind wir davon überzeugt, daß solche Lernformen sich durchsetzen werden / durchgesetzt
werden. Die Diskussionen sind - wie für Anfangsstadien neuer Entwicklungen typisch - plakativ und vereinseitigt (dafür oder
dagegen). Es fehlt an bildungstheoretischen und pädagogischen Diskussionen.
Uns erscheinen telematische Lernformen als Ergänzung wünschenswert. Einer Rückdrängung von Präsenzphasen, die vor
allem ökonomisch motiviert ist, ist u.E. jedoch entschieden entgegenzuwirken.
Eine der wesentlichen Fragestellungen, die wir in unseren Projekten verfolgen, lautet daher auch in Zukunft: Unter welchen
Bedingungen könnten telematische Lernformen sinnvoll eingesetzt werden und in welchen Kombinationen können diese mit
traditionellen Lernformen verknüpft werden?
a) Präsenzphasen
6-7 Präsenzphasen (2 Wochenseminare und 4-5 Wochenendseminare), die jeweils den Zeitraum von 1,5 - 2 Jahren umfassen.
Themen:
b) Netzaktivitäten und Intentionen
Zwischen den Präsenzphasen sind die Teilnehmenden online miteinander verbunden. Mit Hilfe der Vernetzungstechnik ....
c) Eingesetzte Kommunikationsmittel:
Der Möglichkeit, sich sozial auszutauschen, wurde in den einzelnen Projekten jeweils ganz unterschiedlich genutzt - bezogen auf
Inhalte und Intensität. In der gegenstandsbezogenen inhaltlichen Arbeit jedoch wurde über die Online-Verbindung kaum
Kontinuität gestiftet. Lediglich eine Untergruppe nutzte die Techniken intensiv für die Vorbereitung einer gemeinsamen
Online-Lehrveranstaltung, an der vier Hochschulen beteiligt waren.
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